2015 06 Cottbuser Rundschau Schweineblut und Maden

Quelle: Lausitzer Rundschau / Cottbuser Rundschau, 22. Juni 2015, Seite 13

Schweineblut und Maden an der BTU

Kriminalbiologe Mark Benecke unterrichtet angehende Forensiker in Cottbus

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Text: Carl-Friedrich Hilscher
Kriminalbiologe Mark Benecke unterrichtet angehende Forensiker in Cottbus

Er gehört zu den angesehensten Kriminalbiologen der Welt

Seit über 20 Jahren ist er international auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forensik aktiv und hat sich insbesondere der Insektenkunde verschrieben.

Jetzt kam er zu einer zweitägigen Lehrveranstaltung an die BTU.

Sleep all day, party all night, never grow old, never die

Immer neue Filme und Bücher zeigen: Der Dracula-Mythos fasziniert auch uns aufgeklärte Menschen des Computer-Zeitalters. Doch woher kommen die Legenden um untote Blutsauger, spitze Zähne, Särge und Holzpflöcke? Im rumänischen Schäßburg traf sich die Transsylvanische Dracula-Gesellschaft und tauschte statt Blut neue historische und medizinische Erkenntnisse aus.

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Das Blutwunder von Neapel

Neapel! Stadt des charmanten Chaos, der hügeligen Gassen, des fürchterlich starken Espresso! Heimat eines sympathischen Blut-Wunders und des Bischofes Januarius (lat.: der Pförtner)...

In einer Hopplahopp-Aktion suchte das ZDF im April 2004 einen Experten, der zum sich in Kürze wieder verflüssigenden Blut des Heiligen St. Januarius etwas sagen bzw. noch besser die rotbraune Substanz nachkochen und zudem der Prozession in Neapel beiwohnen könne.

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Beneckes Bücherschrank: Laugenbrezeln und 135 Millionen Literkrüge Blut

Ein Blutbuch, das lässt ForensikerInnen gerne aufhorchen -- noch dazu, wenn es sich um eine in ein handliches Format (passt gut in die Kitteltasche!) verpackte Darstellung handelt.

Staunen kann die Autorin. Dass ein Wal bis zu zwölftausend Liter Blut enthalten kann, ist erfreulich, und wir wussten es wohl alle noch nicht. Abgehen vom Wal hält Gudrun Schur (die zuvor ein Karl-May-ABC geschrieben hat) zum Glück Biologie und Medizin aus ihrer streiflichternden Übersicht weitgehend heraus. Denn dass Blut mit einem pH von 7,36 dieselbe Basizität wie Laugenbrezeln hat, würde die Autorin sicher weniger verwundern, wenn sie einmal den pH ihres Leitungswassers messen würde. Der liegt vermutlich auch im Bereich von Laugenbrezeln.

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Blutspuren-Konferenz

Weil die EngländerInnen erstens den Tod von Lady Diana innerlich nicht verarbeitet haben, zweitens Schönheits-Chirurgie nun auch diesem homozygoten Land modisch wird und drittens George Bush - und damit auch Tony Blair - derzeit von Gott persönlich angeleitet werden (siehe Abbildungen), verzogen wir uns in ein kleines ländliches Hotel und ließen den Rest der Welt einen guten Mann sein. In großer Ruhe konnten so zwei Tagte lang in jeweils dreiviertelstündigen Vorträgen Blutspuren-Fälle vorgetragen werden, die schwer zu denken gaben.

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Morphologie von Blutauftropfspuren

Blutauftropfspuren werden seit weit über hundert Jahren zur Rekonstruktion von Tathergängen eingesetzt. Die Form der einzelnen Tropfen ist - anders als die Betrachtung des Blutspurenmusters als Gesamtbild - jedoch sehr variabel und wird in der Gutachtenpraxis mitunter vernachlässigt. Auch aus wissenschaftlicher Sicht ist dieses Spezialfachgebiet noch nicht ausreichend beforscht, da einige grundlegende Fragen nach wie vor der Klärung bedürfen.

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Forensic Entomology Distinction of bloodstains from fly artifacts

Forensic scientists may encounter blood spatter at a scene which may be pure or a mixture of fly artifacts and human bloodstains. It is important to be able to make an informed identification, or at least advanced documentation of such stains since the mechanics of production of fly artifacts are not determinable to the crime scene reconstructionist from regular police forces. We describe three cases in which experiments and crime scene reconstruction led to additional information. Case 1: Above the position of a victim, numerous blood stains of the low-high velocity type were found. Exclusion of these stains being caused by force (but instead caused by the activity of adult blow flies) by use of the following observations that were confirmed in experiments: a) Sperm-/tadpole-like structure with length > width, b) random directionality c) mixture of round symmetrical and teardrop shaped stains. Case 2: A reddish spatter field was found on a fan chain two rooms away from the place where a dead woman was found. Localization of the spatter on the bottom end of the surface hinted strongly towards fly activity. Case 3: Double homicide; submillimeter stains were found on a lamp between the two corpses. Activity of flies was less likely compared to alternative scenario of moving lampshade and violent stabbing.

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