Forensiker Dr. Mark Benecke: „In Köln gibt es massenhaft tolle Orte“

Quelle: KölnTourismus, 19. Mai 2022

Mark Benecke hat uns zu seinem Lieblings-Spot in Köln geführt. Im Kurzinterview verrät er außerdem, was er an der Domstadt besonders schätzt.


von Fabian Paffendorf

Mark Benecke und sein ausgestopfter Alexandersittich. Foto: Marina Weigl

„Handwerk, Industrie, Wirtschaft und Paradiesvögel, all das mischt sich hier sehr einzigartig. Das gibt es sonst nicht mehr oft – selbst in New York nicht.“

Das sagt der bekannte Kriminalbiologe und Forensiker Dr. Mark Benecke. Und der muss es wissen. Er ist nämlich einerseits in Köln aufgewachsen und lebt bis heute dort – aktuell, wie seit zwanzig Jahren, in der Südstadt. Und andererseits reist er beruflich regelmäßig durch die Welt, erkundet andere Länder und Städte, denn seine Expertise ist überall gefragt.

Mark Benecke hat in Rechtsmedizin promoviert, diverse Ausbildungen, unter anderem beim FBI, drangehängt und wird als Sachverständiger herangezogen, um Gewaltverbrechen aufzuklären – was ihm den Spitznamen „Herr der Maden“einbrachte.

„Dr. Tod“ in der Abenddämmerung: Dr. Mark Benecke vor dem Schlafbaum der Sittiche. Foto: Marina Weigl

Obwohl er schon so lange hier lebt und sich zumindest in den Veedeln Nippes, Zollstock und Südstadt „blind auskennt“, wie er sagt, ist seine Neugier nie ganz gestillt. „Jedes Mal, wenn ich eine Seite vom Dom neu angucke, entdecke ich wieder was. Die ganzen Wasserspeier zum Beispiel, die sind total irre!“

Köln-Liebe: Hier verbringt Mark Benecke am liebsten seine Zeit

Sein Lieblingsplatz aber befindet sich am Rheinboulevard und hat, wie es sich für einen Biologen gehört, etwas mit der Fauna der Stadt zu tun. Denn dort, in der Nähe des Pegel 1, lassen sich die Halsbandsittiche abends zum Schlafen in den Bäumen nieder. Rund 2.000 der Papageien leben in Köln. Und der Forensiker hegt eine besondere Faszination für die Tiere.

Auch in seinem Buch „Kat Menschiks und des Diplom-Biologen Doctor Rerum Medicinalium Mark Beneckes Illustrirtes Thierleben“ kommen die Alexandersittiche vor: Die wunderbare Kat Menschik illustriert darin Beneckes Geschichten über besondere Tiere – beispielsweise über den Buntbarsch, der depressiv wird, wenn man ihn mit der falschen Partnerin verkuppen will.

Zwar hat sich der Forensiker besonders der Entomologie, der Insektenkunde, verschrieben. Aber in Köln ist es besonders der Alexandersittich, der des Doktors Aufmerksamkeit erregt. Ein ausgestopftes Exemplar hat er sogar zuhause. Über den Schlafbaum der Tiere und über viele andere Kölner Schönheiten berichtet er in unserem Interview.

Und weil man Dr. Mark Benecke einfach gern zuhört, switcht man danach am besten noch rüber – zur „Köln Clash“-Podcast-Folge, in der er auf die Kölner Schauspielerin Maike Johanna Reuter trifft.


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