Kölscher Fragebogen: Mark Benecke

Quelle: Express Köln, August 2012

Im TV schaue ich:

Nix, ich hatte noch nie einen Fernseher.

Abgeschaltet wird sofort bei:

Innerlich? Bei erlogenem Gelaber jeder Art.

Diese drei Rheinländer würde ich mit auf eine einsame Insel nehmen:

Hennes, Frau Kassen und Claudia „Schmittschen" Schmitt (Info: meine Freundin und Putzfrau, die neulich den Schädel im Grab gefunden hat/stand im EXPRESS) - do hammer vill zo verzälle un zo laache un dä Hennes för zom streichele.

Mein Vorbild:

Alle Menschen, die nicht rumheulen und -labern, sondern den Arsch huh kriegen.

Mein schönster Ort:

Mein Zuhause mitten in der Kölner Innenstadt.

Ich möchte gerne einmal:

Ein tätowiertes Grufti-Seite-1-Girl im EXPRESS sehen ;)

Darüber kann ich lachen:

Die kölschen Gespräche vormittags auf der Severinstraße —„Un, wie isset?"

Wem oder was können Sie nicht widerstehen?

Der opportunistischen, merkantilen und total chaotischen Toleranz bzw. auch liebevollen Scheissejal-Einstellung in Köln. Das gibt's nirgendwo auf der Welt, außer vielleicht noch in Medellín. Paradise is here!

Sie gehen auf Zeitreise:

...jeden Tag, god damn, it s my job! ;)

Man trifft mich abends in:

Verrat ich nicht, da will ich meine Ruhe.

Berühmte Rheinländer, die ich gerne kennengelernt hätte:

Trude Herr.

Mein rheinisches Lieblingslied ist, weil:

„Räuber" von den Höhnern. Begleitet schon mein ganzes Leben und hat mich neulich selbst erwischt.

Drachenfels, Kö oder Dom?

Das würde ich Freunden zuerst im Rheinland gerne zeigen:

Immer erst den Alter Markt und Heumarkt (Biggis Fischbude!), Drachenfels geht im Nebel und bei Wind — magischer Ort. Kö geht überhaupt nicht, pfui! Außer ich muss für Die PARTEI zum Landtag.

Wie viele Punkte haben Sie in Flensburg?

Ich hatte noch nie einen Führerschein. In Sülz hat mir ein eifriger Kollege mal vor über 20 Jahren die Fahr-Erlaubnis entzogen. Ich weiß nicht, ob ich sie je wieder erhalten habe, argh!

Mein Ausflugstipp für's Wochenende:

Ganz im Ernst: die Altstadt. Mer denkt, mer kennt und hasst se, is äver quatsch. Nach dem CSD mit einem Trupp Hardcore-Lesben auf der Wiese am Rhein unjestört Faxen machen, in einer Sommernacht alleine auf einem Mäuerchen sitzen, lesen oder dem fetten grauen Rhein zuhören: Wo soll das sonst gehen?

Mit wem würden Sie gern ein Kölsch trinken?

Mit der Kassiererin aus dem Rewe auf der Severinstraße.

Mit wem nicht?

Och, ein zwei Kölsch jehn immer, man kann danach ja tschö sagen.

Der FC ist...

Die Sumpfblume im kölschen Wahnsinn.

Mit vielem Dank an die Redaktion für die Erlaubnis zur Veröffentlichung & in Gedenken an Zik


Gruftis im Karneval


Kölsche Mentalitäten

Express 2005